Straßenausbau - Fragen und Anmerkungen

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Straßenausbau - Fragen und Anmerkungen

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Veröffentlicht von ehem. www.freiewiekau.de in Unsere Wiekau · Freitag 03 Apr 2026 ·  10:45
Tags: StraßenausbauwiekauwildeshausenwaldideendekorationStraßenSanierung

Fragen und Anmerkungen zum Straßenausbau

Wiekau

 

Sowohl die Nordwest Zeitung als auch die Wildeshauser Zeitung haben bei der Straßenbauplanung für Wildeshausen die Wiekau besonders erwähnt (siehe 17./18.10 und 8.11.2012).
In einem besonderen Redakteursbericht wurde sich noch gesondert über die Wiekau geäußert.
Warum, wenn keine Absicht besteht, die Straßen in der nächsten Zukunft auszubauen?
Als Begründung für die Ausbauabsichten wurden die hohen Unterhaltskosten und Unfallgefahr herangeführt.

1

Gab es in der Vergangenheit Unfälle und wie viele?

2

Wenn es Unfälle gab, woran lag es?

3

Gab es in der Vergangenheit Anregungen oder Beschwerden der Anwohner oder Benutzer der Straßen?

4

Wenn ja, welcher Art Anregungen oder Beschwerden waren es?

5

Welche behördlichen Stellen haben sich damit befasst?

6

Was wurde von wem umgesetzt oder abgelehnt?

Aumühle - Wiekau

 

Die Bauhof-Unterhaltskostenaufstellung der Jahre 2009, 2010 und 2011 für die Gebiete Aumühle und Wiekau zeigen erhebliche Kostenunterschiede an. Quelle: Anlage zu V2012-0060-a

 

 

2011

2010

2009

 

Wiekau

 

 

 

 

Berliner Weg

1.626,00

681,50

1.045,24

 

Bremer Weg

3.720,00

576,25

586,81

 

Große Wiekau

4.624,00

5.158,85

2.590,12

 

Kleine Wiekau

4.405,00

3.407,49

2.619,22

 

Oldenburger Weg

2.843,00

600,50

955,75

 

Schaftrift

2.055,00

1.930,50

1.067,10

 

 

19.273,00

12.355,09

8.864,24

 

Vergleich 2009 zu 2011 =     2,17fache Steigerung    oder 217,4 %

 

 

 

 

 

 

Aumühle

 

 

 

 

Am Bönseberg

1.958,00

1.284,86

1.498,32

 

Am Schullenkamp

189,00

2.868,04

1.460,93

 

Amselweg

59,00

202,29

0,00

 

Finkenweg

45,00

129,28

117,30

 

Meisenweg

59,00

470,48

117,30

 

Sperlingsweg

0,00

227,36

0,00

 

 

2.310,00

5.182,31

3.193,85

 

Vergleich 2009 zu 2011 =     nur 0,72    oder nur 72 % der Kosten von 2009

 

 

 

 

 

7

Wie erklären sich die erheblichen Unterhaltskostenunterschiede zwischen Aumühle und Wiekau?

 

Ein Vergleich von nur 3 Jahren kann zu einem falschen Kostenbild führen.

Die Herausgabe der Unterhaltskosten für die letzten 10 Jahre würde allen Beteiligten einen guten Überblick der Kostenentwicklung und Kostenverteilung geben.
Es wäre hilfreich, wenn die Verwaltung uns diese Zahlen zur Verfügung stellen würde.

8

Wurden Vergleiche zwischen den Gebieten Aumühle und Wiekau angestellt?

9

Wie breit und lang sind die Wege jeweils in beiden Gebieten -  einzeln und insgesamt?

10

Aus welchem Material oder Materialien bestehen die Wege des jeweiligen Gebiets?

11

Wie viele Anwohner und Besucher sind jeweils dauernd oder zeitweise in dem jeweiligen Gebiet?

12

Wurden für die beiden Gebiete Fahrzeugbewegungserfassungen vorgenommen?

13

Wenn ja, wurden diese in Lkw, Pkw und Motorrad unterteilt?

14

In welchen Straßen des jeweiligen Gebiets fahren Müllfahrzeuge?

15

Warum steht Aumühle nicht mit in der Straßenbauagenda?

Wiekau

 

Damit alle Beteiligten ein besseres Kostenverständnis entwickeln können, sind die Bekanntmachung folgender Angaben für die letzten 5 Jahre hilfreich – jeweils für die einzelnen Wege:

16

Arbeitszeiten des Bauhofes mit Nennung der Einsatztage, Dauer, Mannzahl und Gerätschaften

17

Wurden Gerätschaften vom Bauhof in den letzten 5 Jahren angeschafft, die in den letzten 5 Jahren neu zum Einsatz gekommen sind?

18

Wenn ja, wann und wie lange wurden die neuen Gerätschaften eingesetzt?

19

Wenn ja, welche Kosten sind hierfür entstanden?

20

Wurden neben dem Bauhof noch Dritte (Firmen) mit der Instandhaltung der Wege beauftragt?

21

Wenn ja, wann, wie lange und zu welchen Kosten? Welche Gerätschaften und Materialen wurden von diesen Dritten eingesetzt oder eingebracht?

22

Warum wurden in den letzten Jahren die Wege systematisch erheblich verbreitert?

23

Stellen die Erweiterungskosten einen Hauptteil der enormen Kostensteigerungen dar?

24

In der Großen Wiekau wurde z.B. die Fahrbahn auf gut 4 m gebracht. Warum, wenn jetzt eine geteerte Fahrbahnbreite von 2,90 m geplant ist?

Wiekau - geplanter Straßenausbau

 

4.660 m Gesamtlänge der Straßen, 2,90 m breite Fahrbahn

935.000,- € veranschlagte Erstellungskosten (100 %)
841.500,- € Kosten für die Anwohner (90 %)
  93.500,- € Anteil der Stadt (10%)

25

Aus welchem Material oder welchen Materialien soll die Fahrbahn sein?

26

Wie tief wird ausgehoben und welcher Unterbau ist geplant?

27

Gibt es eine Fahrbahnsteinkante?

28

Für welche Belastungen sind die Fahrbahnen ausgelegt?

29

Von welcher Lebensdauer der Fahrbahnen wird ausgegangen?

30

Wie lang war die tatsächliche Lebensdauer bei ähnlich gelagerten Fahrbahnen in unserem Bezirk?

31

Gibt es Beispiele für Fahrbahnen, die besichtigt werden können?

32

Welche durchschnittlichen Unterhaltskosten sind bei ähnlichen Fahrbahnen entstanden?

33

Wann waren die ersten Reparaturen fällig?

Fahrzeugbreiten

 

Lkw: 2,55 m oder in Sonderfällen bis zu 2,60 m

 

Pkw: 1,75 m

 

Fußgänger: 0,75 m

 

Fahrradanhänger/Kinderwagen für 2 Kinder können breiter sein

 

Sicherheitsabstand je Fahrzeugseite: 0,25 m (25 cm)

Beispiel: links 25 cm, Fahrzeug 175 cm, rechts 25 cm = 225 cm

oder 2,25 m pro Pkw oder 3,05 m pro Lkw

Begegnen sich Pkw und Lkw sind 5,30 m Fahrbahnbreite erforderlich.
Bei 2 Lkws 6,10 m.  Bei 2 Pkws 4,50 m.

Nutzungsmöglichkeiten und Folgen

 

Die obigen Beispiele zeigen, dass auch bei einer Fahrbahnbreite von 4 m bei Fahrzeugbegegnungen die eigentliche Fahrbahn mindestens von einem Fahrzeug verlassen werden muss.

 

Bei einem unbefestigten Weg macht dieses keinen großen Schaden. Ist man jedoch auf einer asphaltierten oder geteerten Straße von 2,90 m Breite, muss in jedem Fall immer mit 2 Reifen von der Fahrbahn abgewichen werden.

Sofort nach dem Straßenbau wären innerhalb von kurzer Zeit Kuhlen und Löcher neben der Fahrbahn.  

 

Fußgänger, Radfahrer, Spaziergänger mit Kinderwagen müssen ständig von der Fahrbahn gehen oder fahren und laufen Gefahr in die Löcher zu stolpern.

Kinder mit Fahrrädern stürzen womöglich, nicht auszudenken, wenn sie noch zusätzlich von einem Fahrzeug erfasst werden.

Wurde richtig kalkuliert?

 

Grund für den geplanten Straßenbau sollen die Sicherheit und die Unterhaltskosten sein.

34

Sind die jährlichen Unterhaltskosten für die Behebung der Kuhlen und Löcher neben der Fahrbahn und die übliche Bankettpflege („Seitenstreifen“) eingerechnet?

35

Wenn ja, in welcher Höhe wurden sie kalkuliert?

 

Eine Aufstellung der Unterhaltskosten der letzten 10 Jahre würde eine realistische Kosteneinschätzung ermöglichen (siehe oben).

Setzt man die Folgekosten dagegen, die die jährlichen Unterhaltskosten durch die schmale Fahrbahn oder der Feldweg mit asphaltiertem Mittelstreifen verursachen, kommt man möglicherweise zu einem anderen Kostenergebnis.

Das von der Stadt vorzuschießende Kapital nebst Zinsen und die üblichen Baumehrkosten werden das von der Stadt angepeilte Ziel noch weiter verschlechtern.

36

Welche Behörde hat das Zahlenwerk erstellt?

37

Beruhen die Zahlen auf „Hochrechnungen“ oder „Kostenvoranschlägen“?

38

Wenn ein Baukostenvoranschlag vorliegt, wer hat diesen erstellt?

39

Welche Firma oder Firmen sollen die Baumaßnahmen durchführen?

Welche weiteren Kosten können entstehen?

40

Bekommt die Stadt Zuschüsse vom Land Niedersachsen bzw. sind/werden diese beantragt?

(Beispiel Holzhauser Straße)

 

Bei der Kostennennung war zu erfahren, dass sich die Baukosten auf die Straße ohne einen Kanalbau und Straßenbeleuchtung beziehen.

41

Ist für die Zukunft und/oder bei dem Straßenbau ein Kanalbau geplant?

42

Wenn ja, mit welchen Kosten ist zu rechnen?

43

Ist für die Zukunft und/oder bei dem Straßenbau eine Straßenbeleuchtung geplant?

44

Wenn ja, mit welchen Kosten ist zu rechnen?

45

Bei 935.000,- € Straßenbaukosten, ist der Anwohnerbeitrag pro m² Grundstücksfläche wie hoch?

Wenn Planungsänderungen, was dann?

46

Was passiert, wenn die 2,90 m Straße gebaut ist und ein Kanal und/oder Straßenbeleuchtung gelegt wird. Wird dann die Straße wieder ganz oder teilweise aufgerissen und wieder neu gebaut?

47

Wer trägt die Kosten für die Straße? Die Anwohner? Und mit welchen Kosten?

48

Was passiert, wenn der 2,90 m Straßenbau genehmigt wird und man dann feststellt, dass eine breite Straße von z.B. 4,10 m  - wie am Vossberg - erforderlich ist. Wer trägt dann die Mehrkosten?

49

Die Anwohner? Was kostet eine 4,10 m breite und 4.660 m lange asphaltierte Straße?

50

Kann es sein, wenn die 2,90 breite Straße für 935.000,- € gebaut sein sollte, dass dann einige Jahre später ein neuer Beschluss gefasst wird, der davon ausgeht, dass jetzt eine z.B. 4,10 m breite Straße erforderlich ist und zusätzlich Kanal und Beleuchtung gelegt werden sollen?

51

Dann sprechen wir nach heutigem Stand von einer weiteren Belastung für die Anwohner von vielleicht 2,5 Millionen Euro, so dass man mit den jetzigen Baukosten auf insgesamt 3,5 Millionen Euro kommen würde.

Liegt dieses im Rahmen der Möglichkeiten oder ist es vollkommen aus der Luft gegriffen?

52

Wenn ja, warum?

Sozialer Aspekt

 

Da wir bei den Kosten sind, die auf die Anwohner zukommen können, sollte man bei allem Für und Wider berücksichtigen, dass viele Anwohner schon lange in der Wiekau leben. Einige davon freuen sich täglich hier leben zu dürfen und mit ihrer kleinen Rente ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben. Dem einen oder anderen fielen einige Tausend Euro schon schwer, die sie vor erst wenigen Jahren für eine neue Sickergrube plus der jährlichen Wartungskosten zahlen mussten und müssen.

Ob sinnvoll oder nicht, sei dahin gestellt. Wir sollen die Umwelt schützen und der nächste Bauer bringt an der Hunte die Gülle auf die Wiesen und Felder auf.
Nun soll mit dem Straßenbau der nächste Schlag anstehen. Dieses kann bedeuten, dass Anwohner ihr Grundstück und Haus verkaufen müssen, um die Straße zu bezahlen.

53

Ist das so geplant? Wo sollen die Anwohner bleiben? 

Umwelt

54

Überall spricht man sich gegen Versiegelung der Landschaft aus. Warum soll ein Waldgebiet, das als Wochenend- und Erholungsgebiet eingestuft ist, asphaltiert werden?

55

Man sucht keine Asphaltstraße im Wald.

Oder soll es keinen Wald mehr geben?  

56

In den Sechziger Jahren soll es von der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde, (den richtigen Namen und Sitz werden die Fachleute wissen,) einen Erlass/Beschluss/eine Verordnung gegeben haben, dass das Gebiet nicht versiegelt werden darf. Der Erlass soll noch bestehen. Ist das richtig?

Geschwindigkeit

 

Verminderte Geschwindigkeit ist auch ein Umweltaspekt.

 

Eine Geschwindigkeitsreduzierung ist für die Anwohner jedoch in erster Linie eine Sicherheitsfrage. Aus unterschiedlichen Wegen haben verschiedene Anwohner in der Vergangenheit bei der Stadt um eine Geschwindigkeitsherabsetzung auf 10, 20 oder 30 km/h gebeten.

Alle Anfragen wurden mündlich oder schriftlich abschlägig behandelt. Die Begründung war wie folgende:

 

„Ihr Anliegen wurde in der monatlichen Besprechung der Verkehrssicherheitskommission (VSK) zwischen der Stadt Wildeshausen und der Polizeiinspektion Oldenburg-Land erörtert: Die VSK hat sich gegen eine entsprechende Beschilderung ausgesprochen. Aufgrund der Beschaffenheit der Wege und der Tatsache, dass eine vermehrte Geschwindigkeitsüberschreitung seitens der Polizei nicht bekannt ist, wird hiervon derzeit Abstand genommen.“
(Zitat aus einer Antwort der Stadt Wildeshausen von 2006; der Brief liegt vor.)

 

Die Wiekau befindet sich nicht in einer Ortschaft. Demnach sind 100 km/h erlaubt.

57

Was ist eine „vermehrte Geschwindigkeitsüberschreitung“
oder was ist überhaupt eine Geschwindigkeitsüberschreitung?
Wenn man 120 km/h fährt?
 
Die Schnellfahrer sehen in der Beschaffenheit der Wege kein Hindernis, schnell zu fahren. Dank der Wegeerweiterung und des häufigen Planierens durch den Bauhof sind jetzt noch höhere Geschwindigkeiten als früher möglich.
58
Wann und wo und wie oft hat die Polizei Streife in der Wiekau gefahren oder den Verkehr beobachtet bzw. die Geschwindigkeiten gemessen?
59
Werden Erfahrungen/Äußerungen der betroffenen Anwohner nicht geglaubt?

Ergebnis einer Geschwindigkeitsregulierung

 

Eltern müssen nicht um ihre Kinder fürchten

 

Rehe, Kaninchen, Hunde und Katzen, Igel und Eichhörnchen leben etwas sicherer und bringen die Schnellfahrer nicht zu Vollbremsungen. Radfahrer müssen nicht vom Rad und Fußgänger nicht zur Seite springen.

 

Die Unterhaltskosten für die Straßen würden sich drastisch reduzieren, da Schlaglöcher beim langsamen Fahren nicht so schnell entstehen.

 

Eine Asphaltstraße würde das schnelle Fahren unterstützen und die Menschen, Tiere und die Umwelt unnötig belasten und gefährden.

Schlussfolgerung

 

Hände weg von der Wiekau. Bewährtes bestehen lassen und runter mit der Geschwindigkeit.

Die Nachwelt und Umwelt und heutigen Lebenden werden es zu danken wissen.
 

 

 



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